Tay.ai Microsofts KI-Chatbot

Chatbots, in meiner Erinnerung noch hinter all den „Sprich mit Frau Müller“ Blondinen-Headset-Bildern auf Supportseiten versteckt, haben dank KI einen ganz gehörigen Schritt nach vorne gemacht.
Damals konnte man einfach 2-3 Keywords eintippen und die angebliche Person klatschte einen mit vielleicht 2-3 Links pro Keyword zu. Nun hat Microsoft einen etwas anderen Ansatz von Chat vorgestellt. https://Tay.ai (Projekt und Webiste bereits eingestellt, keine Archivversion verfügbar), eine KI, die eine jugendliche Dame spielt und laut Konzept zumindest nicht ganz so ernst sein soll.

Ich habe gestern eine etwas ausschweifende Konversation mit ihr (hier zum durchklicken) und bin manchmal erstaunt wie akkurat sie Anspielungen und Witze versteht und macht. Die ersten Schritte und Nachrichten fühlen sich immer noch sehr nach Chatbot an, aber wenn man mit den Antworten stark abweicht, kann sie immerhin akkurat darauf reagieren. Manchmal merkt man aber weiterhin den fehlenden Kontext bzw. dass eine Antwort vollständig vom eigentlichen Thema abschweift, auf das darauf folgende „context needed“ kann sie aber wieder mit Witz und List reagieren.
Ansteuerbar ist Tay über Twitter und den Kik-Messenger. Momentan ist sie allerdings laut Twitter „schlafen gegangen“ und laut Kik-Account in einem „Meeting“ mit Technikern. Wann genau Tay wieder online geschaltet wird ist noch nicht bekannt.
Solche Chatkonzepte sind zwar nicht ganz neu, aber in dem Ausmaß wie ihn Tay zeigt könnten intelligente Maschinen dafür sorgen, dass z.B. Depression, Eskapismus, soziale Phobien und co. zumindest anfänglich angegangen werden können. Denn Patienten die unter solchen Störungen leiden brauchen dringend jemand anders, der sie auf den richtigen Weg bringt.
Dazu ist es allerdings notwendig dass sich eine Maschine vollständig in die jeweiligen Personen hineinversetzen kann um dann mit treffenden Fragen und Antworten das eigentliche Problem anzugehen. In der Medizin könnten z.B. Psychotherapeuten solche Maschinen vorab mit Information füllen und diese als eine Art „Assistenz“ für Patienten fungieren lassen.

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Nachtrag: Hier vermutlich der Grund warum Tay vorerst abgeschaltet ist. Einige Meinungsbildungen der Maschine waren nicht ganz gesellschaftskonform. So entschied sich Tay recht schnell Feministin zu werden und einige Nutzer fanden einen Weg ihr beizubringen wie man möglichst rassistisch auf passende Eingaben reagiert.

Ich persönlich teile diese Meinung:

https://twitter.com/DetInspector/status/712833936364277760

Einer künstlichen Intelligenz muss man über die Schultern schauen, man muss kapieren wie sie Dinge lernt und warum sie sich für irgendwas entscheidet, aber man muss sie machen lassen, man sollte eher die Variablen anpassen die bestimmen ab wann sich eine KI anpasst anstelle Tabus einzuprogrammieren. Künstliche Intelligenz die auf Kommunikation ausgelegt ist kann nun mal eben auch zu extremeren Meinungen tendieren, daraus resultiert nun mal eben auch eine Feministin-KI oder im Extremfall eine rechtsextreme KI. Gerade bei Tay steht ganz Bing und damit das gesamte durchsuchbare Netz im Hintergrund, wenn das durch Berichte von Rechtsextremismus getränkt ist, kann es nun mal dazu kommen das eine Tay sich u.U. entscheidet das Rechtsextremismus massenkompatibler sei. Bis ihr jemand beibringt wie man mit Berichten im Netz umzugehen hat und wie man diese zu gewichten hat. Das ist halt keine einfache Aufgabe.

RippleBuds: EarIn mit Mikrofon

Erinnert ihr euch noch an EarIn? Damals wurden den Kabeln von In-Ear-Kopfhörern einfach mal der Kampf angesagt und sie wurden ganz abgeschafft. Nun gibt es ähnliche Kopfhörer, die auch gleich ein Mikrofon mitbringen, genannt RippleBuds.

Günstig sind die Teile allerdings nicht. Wer ein vernünftiges Stereo-Erlebnis haben will braucht das Paket für 109 USD, hinzu kommen noch einmal 20 USD an Versandkosten. Das macht aktuell umgerechnet und mit eingerechneten Zollgebühren 136,80 EUR. Nicht viel für Headsets, wenn sie eine gute Audioqualität haben, hierzulande bekommt man für den Preis allerdings auch schon kabelgebundene Kopfhörer mit sehr guter Audioqualität. Die RippleBuds haben eher die Ambitition ein Telefonier-Headset zu werden, daher vermute ich nicht, dass der Fokus auf Audioqualität oder möglichst akkurate Frequenzwiedergabe liegt.
Wer mit Mono auskommt, kann sich auch einen einzelnen Hörer für inzwischen noch 89 USD kaufen. Die Preise werden mit der Zeit angepasst, die nächsten 500 Unterstützer können dann ein Mono-Headset für 99 USD kaufen. Das ist allerdings noch weit unter dem finalen Preis, 129 USD soll die Mono- und 179 USD die Stereo-Version der RippleBuds kosten, falls die Kickstarter-Kampagne erfolgreich ist und man sich eine Produktion aufgebaut hat. Wer also Interesse hat sollte bald zuschlagen.

Beachtet bei Kickstarter bitte immer: Ihr unterstützt in erster Linie Ideen und kauft keine Produkte. Zwar werden Produkte versprochen, die Lieferung kann sich aber unter Umständen auch sehr lange verzögern, falls im Entwicklungslauf einige Probleme entstehen. Geht an Kickstarter bitte immer mit der Absicht ran Ideen unterstützen zu wollen und nicht Produkte kaufen zu wollen.

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Pebble entlässt Mitarbeiter

Die Firma hinter der ersten Smartwatch entlässt so langsam einige Mitarbeiter… Im Sinne von 25% aller Mitarbeiter. Allerdings siehe man das nicht negativ an. „Wir wollen vorsichtig sein.“ sagte Migicovsky, der CEO von Pebble.

Man befinde sich nun nicht mehr als Marktführer auf dem Markt sondern unter einem Oligopol, unter dem es nun einmal etwas schwieriger wird Marktanteile zu halten, trotz einem Gewinn von 26 Millionen USD in den letzten acht Monaten.
Mit der etwas spezielleren Produktstrategie fährt man hinter Android Wear und der Apple Watch nicht so wirtschaftlich, obwohl die Pebble auch heutzutage sich durch das Konzept weiterhin abhebt.

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Huawei kündigt Bezahldienst an

Huawei, einer der Hersteller für bis dato günstigen Smartphones, kündigt an auch ein Bezahldienst machen zu wollen. Wie bei Android Pay, Samsung Pay, LG Pay et cetera, et cetera, soll auch dieses Konzept haargenau gleich aussehen.

Man legt sein Smartpone für die NFC-Verbindung auf das Terminal und muss zur Autorisierung mal ausnahmsweise nicht „Ich zahle mit Huawei“ (Anspielung auf…) sagen, sondern tatsächlich noch sein PIN-Code eingeben oder den Fingerprint-Sensor benutzen. Immerhin ist man der erste Hersteller aus Fernost der sich in Bezahlgefilde wagt… Xiaomi und co sollten aber nicht lange auf sich warten lassen, schließlich machen es ja sowieso alle.
Was letztendlich in den Läden unterstützt wird ist dann eine Sache der Firmengröße, man kann also davon ausgehen dass alles außer Android- und Apple Pay.

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Israelische Firma hilft FBI bei Suche nach Apple-Backdoors

Apple kämpft gerade gegen den den Einbau einer Backdoor in iOS im Auftrag des FBI. Da Apple die Bürger eben nicht gläsern machen will kümmert man sich nun um externe Dienstleister, die Schwachstellen in iOS finden sollen.

 

Nun hat das FBI auch den ersten Partner dafür gefunden. Die Firma Cellebrite in Israel kümmert sich nun offiziell „nur“ um das iPhone, welches in dem eigentlich gemeinten Attentat im Spiel war. Da das Medienecho nach der Reaktion von Apple sehr groß war schlugen einige Sicherheitsexperten verschiedene Angriffsmethodiken vor, diese soll die Firma im Auftrag des FBI nun auch ausführen. Eine Angriffsmöglichkeit wäre der externe Zugriff auf den Speicher des iPhones und das stetige Überschreiben des Blocks für den Counter der Bildschirmsperre. Eine weitere Möglichkeit würde das Ziel-iPhone endgültig auf zu bekommen und den Speicherchip vorsichtig anzuschleifen, dann könnte man mit aufwendigen Techniken entsprechende Daten extern lesen.

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Kickstarter stellt LMcable ein

Erinnert ihr euch noch an LMcable? Das Kickstarter-Projekt über das ich schon berichtete wurde nun seitens der Plattform eingestellt.

Die direkte Begründung seitens Kickstarter (per E-Mail an Unterstützer der Projekts):

A review of the project uncovered evidence that it broke Kickstarter’s rules. We may suspend projects when they demonstrate one or more of the following:

  • Offering purchased items and claiming to have made them yourself
  • Presenting someone else’s work as your own
  • Misrepresenting or failing to disclose relevant facts about the project or its creator

Accordingly, all funding has been stopped and backers will not be charged for their pledges.

Eigentlich schade um das Projekt, da es ja recht vielversprechend aussah. Die meisten Projekte werden von Kickstarter eingestellt, wenn nicht rechtzeitig ein entsprechendes Sample geliefert werden kann, vielleicht ist das einer der genaueren Gründe, die sich hinter oben genannten vagen Begründungen verstecken. Der erste Stichpunkt in der Liste könnte aber auch nach Textbaustein für eine Unterlassungsklage dank Apple-Markenrechten aussehen.

Wer Gefallen aufgrund des Designs gefunden hat, könnte bei Esbeecables (Archivlink) zuschlagen, die einen ähnlichen Ansatz bezüglich der Ummantelung haben. Wer mehr Gefallen an Stabilität findet und dies höher als das Design stellt, sollte sich mal die Titan Serie von Fusechicken ansehen, die ein USB-Kabel schlichtweg in einen Dusch-Schlauch gepackt haben.

Rollercoaster Tycoon World ab Donnerstag 11.04.16 verfügbar

Ab Donnerstag ist die finale Version des beliebten Freizeitpark-Aufbauspiels RollerCoaster Tycoon World verfügbar.

Der Vorgänger RollcerCoaster Tycoon 3 hatte eine sehr große Fangemeinde, ist allerdings schon etwas sehr in die Jahre gekommen. Der Nachfolger bietet eine verbesserte Grafik, die Loslösung vom Raster-Design und einen verbesserten Achterbahneditor.
Schon der dritte Teil der Spieleserie hat mich Stunden Spielzeit gekostet. Auch weil es dort Nutzer gab die ganze Freizeitparks nachbauten die dann die damaligen Rechner sehr gut auslasten konnten.

Verfügbar ist das Spiel auf Steam (inkl. einer Vorabversion) sowie auf Amazon* als klassische DVD ab 45€.

Nachtrag: Amazon lässt per E-Mail an Besteller verlauten, dass das Spiel wohl doch erst am 11.04.2016 lieferbar sei. Amazon war bisher was Leaks von Releasedates von Spielen angeht immer der Vorreiter, auch bei Spielen in der fernen Zukunft, daher können wir davon ausgehen dass Rollercoaster Tycoon World ein zweites mal verschoben wird.

Leider können wir den Artikel aufgrund von Lieferproblemen des Herstellers nicht mit der gewohnten Pünktlichkeit zum ursprünglich angekündigten Erscheinungstermin an Sie versenden.

Das neue Erscheinungsdatum ist der 11.04.2016.

Hier spricht Amazon von einem neuen Erscheinungsdatum. Wäre nur bei Amazon eine Verzögerung würde Amazon von einer Lieferverzögerung ohne Grund bzw. von „Leider ist es uns noch nicht gelungen“ sprechen. Daher gehe ich davon aus dass sich das Release insgesamt um einige Wochen verschiebt.

*Affilatelinks unterstützen unser Projekt und refinanzieren es, kauft Ihr ein Produkt unter diesem Link bekommen wir 4-10% von eurem Kaufbetrag als Provision, dafür zahlt ihr nicht mehr, Amazon schmälert für die Provision ihren eigenen Profit-Anteil zu Gunsten des Vermittlers. Falls ihr uns keine Provision zukommen lassen wollt, lasst einfach eure Adblock-Erweiterung im Browser aktiviert, dann bekommt der Programmierer der Adblock-Erweiterung entsprechende Vermittlungsprovision, da er alle verfügbaren Affiliateprogramme auf sich selbst umleitet.

ICQ wird OpenSource und aktualisiert Windows-App

Das Urgestein der Messenger, ICQ wird OpenSource. Im gleichen Atemzug aktualisiert man den Windows Client, der nun auf größere Bildschirme ausgelegt sein soll.

Mit dem Druck durch WhatsApp, Facebook und co. drückt sich ICQ immer weiter in den Hintergrund, versucht aber alles um wieder dort rauszukommen. Nun hat der russische Messenger nach den letzten verzweifelten Versuchen sich dazu entschieden OpenSource zu werden. Interessierte können den SourceCode der neuen Desktopversion auf GitHub ansehen. Versionen für Apples OSX und Linux sollen folgen.
Ich persönlich nutze ICQ nur noch ganz selten, es läuft zwar noch mit, die meisten Kontakte sind aber auf die Alternative XMPP umgestiegen und basteln sich nach Aufforderung von jabber.ccc.de so langsam auch eigene Server mit denen Sie ins Chat-Netz gehen.
Übrigens: Falls Ihr irgendwelche Fragen über den Blog und so habt, könnt ihr einfach admin@schnell.news über Jabber/XMPP anschreiben, sofern ich dort online bin.

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Toonz Studio: Zeichentricksoftware hinter Futurama baldgratis

Die Animationssoftware Toonz Studio die u.A. bei Projekten wie Futurama verwendet wird soll demnächst OpenSource und damit kostenlos verfügbar werden.

Nach dem Aufkauf durch Dwango entschied man sich die Software an sich kostenlos anzubieten und diese von Dienstleistungen wie z.B. der Anpassung an speziellere Kundenwünsche. Auch hofft man auch mehr Kooperation der Filmindustrie, da durch die offene 2D-Animations-Software die Kreativität gefördert werden kann und so neue Talente ohne viel Aufwand ausfindig gemacht werden können.

Interessierte können sich bei Bedarf einmal die GitHub-Seite des Projekts ansehen, in den nächsten Tagen soll Toonz Studio dort als Quellcode auftauchen. Aus diesem kann sich dann jeder seine Version der Software erstellen und auch aktiv an der Softwareentwicklung beteiligt sein.

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Alte Kindle eBook-Reader benötigen dringendes Update

Alte Kindle eBook-Reader aus den Jahren vor 2013 benötigen bis morgen ein Update um weiterhin online bleiben zu können. Wird das Update nicht eingespielt, kann nicht mehr auf den Kindle Store und die eigene Cloud zugegriffen werden.

Um euren eBook-Reader zu aktualisieren empfiehlt Amazon, im Reader einmal die Option „Nach neuen Inhalten suchen“ im Menü auszuwählen und ihn dann eine Nacht liegen zu lassen. Dann wird das Update aufgespielt. Wird dies vor dem 22.03.2016 nicht erledigt müssen Kindles manuell aktualisiert werden. Welche Kindles auf welcher Version sein müssen erklärt Amazon in diesem Artikel. Das Update nach dem 22.03.2016 erklärt Amazon dann hier.

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