Was für ein Ziel hat die DKB mit ihrer Hilton-Karte?

Ihr kennt sicherlich die Kreditkartensituation in Deutschland. Besonders im Vergleich mit den USA sieht es hier sehr sehr mau aus. Die Banken klammern sich an ihr SEPA und verpassen damit sowohl die Globalisierung als auch die Wünsche der jüngeren Generation.

Weil sie sich so an ihr altgewohntes SEPA klammern (Böse Zungen mögen es weiterhin EC oder GiroCard nennen) ist die ganze Story mit den internationalen Zahlungen völlig ausgeklammert worden. Man erkannte dass PayPal immer mehr Aufwind bekommt, der prinzipiell darin begründet ist, weltweite einfache Zahlung anzubieten. Man merkte dass die damit erfolgreich sind und machte aus Giro und dem System mit Bankleitzahlen die Single European Payment Area. Europaweit einheitliche Zahlungen in einer Zeit in der sich die Airlines gegenseitig in den Flugpreisen unterbieten und die Chinesen mit Vollgas aus China den deutschen Einzelhandel preislich unterbieten…

In einer solchen Zeit auf SEPA zu setzen kann eigentlich nur schief gehen, wenn nicht nächstes Jahr, dann halt übernächstes…

Vergleichen wir das ganze mal mit Amerika. Man sagt auch immer dass dort das Bargeld schon immer ausgestorben war. Weil es ja zu teuer ist wollen das die Banken ja auch hier nicht mehr so gerne ausgeben.

Ein Werbebanner der Hilton Karten-Homepage. Link führt zur Homepage der Kreditkarte.

Das Problem ist hier nun, schaut man sich nach Kreditkarten um wird man aller Wahrscheinlich nach bei Santander „1Plus Visa“ landen (das hier ist keine Werbung, probiert es doch einfach selbst in dem ihr sucht welche Kreditkarte ihr euch so wünschen würdet)…

Die 1Plus Visa ist mit Fallstrick versehen. Wenn du nicht manuell Kontosalden ausgleichst fällst du ohne sämtliche Information in einen sehr teuren Teilzahlungsvertrag – damit refinanziert Santander anscheinend erfolgreich das 1Plus Projekt.

Will man etwas mehr und orientiert sich am amerikanischen Markt, dann landet man bei der Hilton Kreditkarte von DKB. Hilton Gold Status und damit Zimmerupgrade, Gratisfrühstück und hastenichgesehen…
Das ist das wahrhaft einzig amerikanische Produkt auf dem deutschen Bankenmarkt.

Kostenlos gibt es die Hilton Karte aber nicht. Aber eben für 48€ im Jahr – was zugegebenermaßen sehr sehr günstig ist – selbst die Sparkassen verlangen deutlich mehr für ein angestaubtes SEPA…
Das ist aber nicht das einzige, irgendwie muss sich auch DKB refinanzieren können und anscheinend klappt dies selbst mit den 48€ und den Gebühren für Bargeldabhebung und Auslandszahlung immer noch nicht (Hallo Santander, könnt ihr der DKB mal einen Businessplan schreiben?).

Irgendwie muss man sich refinanzieren und das geht  nur wenn der Kundenstamm eingeschränkt wird. Durch die große Auswahl an Auskunfteien hat die DKB dazu auch die beste Möglichkeit.

Stellen wir uns also mal vor, was eine DKB brauchen müsste: Häufige Transaktionen in möglichst hoher Summe im Ausland. Deshalb ist die Hilton Karte ja auch an das Hotelprogamm angebunden.
Nun kann halt auch nicht jeder den Bedarf der DKB decken.
Das vergeben eines sehr niedrigen Verfügungsrahmens hat also keinen Sinn.

Folglich dürfte die DKB Kunden mit niedrigem Einkommen die Karte schon per se verweigern.
Die übliche Kundschaft eines deutschen Hilton-Hotels dürfte eher wohlhabender sein, daher sucht man sich vermutlich die zahlungsfähigeren Kunden um über diese mit den Händlergebühren beim Einsatz der Karte größere Gewinne durch die Händlergebühren einstreichen zu können als bei den Durchschnittslöhnern.

Viele kleine Transaktionen bringen zwar viele Händlergebühren zu einem niedrigen Prozentsatz, wenige höhere Transaktionen allerdings größere Prozentsätze.

Habt ihr also einen Lohn der wie man seit der aktuellen Politikspanne so nett „am Mindestlohn orientiert“ ist dürfte es ziemlich erfolglos sein sich überhaupt die Mühe zu machen die DKB zu fragen.
Aufgrund des Bankengeheimnisses wird die DKB euch zwar nicht sagen können warum, aber ohne erledigtes PostIdent kann den Daten der Auskunfteien an die DKB auch nicht vertraut werden.

Anders könnte es sich verhalten wenn ihr das DKB Girokonto als Abrechnungskonto verwendet, hier ist die Chance höher dass ihr vergesst dieses ausreichend aufzuladen um euren Kreditsaldo abzubezahlen und damit hat euch die DKB ähnlich des Santander 1Plus Fallstricks in die teure Teilzahlung gezwungen und kann euch womöglich auch noch wegen nicht ausreichender Deckung für die erste Teilzahlung ein Zahlungsverzugs-Verfahren mit Zusatzgebühren auf den Hals hetzen.

Alles in allem bietet die Hilton Kreditkarte natürlich viele Vorteile, allerdings unter der Hand nur an diejenigen, die z.B. ein Eigenheim oder regelmäßige Eingänge aus erfolgreichen Aktiengeschäften oder Vermietungen aufweisen können.
Für die Jugend, die vielleicht das Reisen entdeckt und sich dank fallender Flugpreise auch leisten kann hat man allerdings seine zukünftige Kundengruppe verloren.
Der Schnittpunkt aus Ausgabekriterium und Höhe des vergebenen Kreditrahmens muss sich immer wandeln, ansonsten geht man wie SEPA irgendwann unter.
Ein junger Stundent wird sich die Karte und damit die Hilton-Stays für seinen einen Jahresurlaub schon leisten können, wird aber dank konkurrierender, besserer Debit-Produkte auf dem Markt diese auch bei der gewählten Bezahlmethode bevorzugen, trotzdem wird er dank der Hilton Karte DKB Kunde bleiben wollen.
Das ist bei aktuellen Business-Trips der Wirtschaftsbosse natürlich anders, aber beides muss früher oder später bedient werden.

IVPN.net nun mit eigener App

Ein kleines Manko des relativ guten VPN-Diensts IVPN war es immer, dass die Konfiguration abseits von Windows immer etwas umständlicher war.
So musste man sich für iPhones und Androids OpenVPN-Apps herunterladen und mit diesen Konfigurationsdateien laden um sich überhaupt verbinden zu können.

Mit einer neuen App ist das nun anders. IVPN holt den Konkurrenten NordVPN ein und bietet jetzt ebenfalls eine App, die zudem auch noch einfacher aufgebaut ist. Herunterladen, den Server auswählen, die Meldung von Android bestätigen und schon ist man verbunden.
Der große Vorteil der eigenen Apps ist dann, dass nicht mehr mit Konfigurationsdateien die sich auch mal ändern und aktualisiert werden gehandhabt werden muss.
Ein weiterer Vorteil wäre dann die Integration der eigenen Services. IVPN bietet zu dem VPN-Service auch Obfsproxy an, mit denen Touristen in Ländern in denen das Internet immer weiter zensiert wird ihre gewohnten Dienste weiterhin nutzen können und so z.B. bei einem dringenden Vorfall auf der Arbeit weiterhin reagieren können.

Gerade die Funktionen sprechen auch für den dennoch äußerst teuren VPN-Service von IVPN. Ebenfalls spricht die Einstellung des Affiliate-Programms für IVPN, damit Empfehlungen und Reviews für den Dienst nicht auf Basis von Werbeprofit-Gedanken erstellt werden können.

IVPN
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Developer: Privatus Limited
Price: Free
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