Verbraucherzentralen fechten WhatsApp an

Die Datenweitergabe an Facebook von WhatsApp war seit dem Kauf abzusehen, allerdings strafen viele die Implementierung an. Den Nutzern wird keine Möglichkeit für ein Opt-In gegeben. Stattdessen muss man explizit verweigern und wissen dass in einem Update klammheimlich ein Haken erschienen ist.

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Der Bundesverband der Verbraucherzentralen schreitet nun ein und möchte Facebook dazu zwingen zumindest deutschen Nutzern die Möglichkeit zu geben sich explizit für die Datenweitergabe zu entscheiden.
Die Datenweitergabe in der jetzigen Form verstößt meines Erachtens explizit gegen § 28 des BDSG. Speziell in Absatz 1 – Abschnitt 3. wird von allgemein zugänglichen Daten gesprochen zu denen verschlüsselte, private Nachrichten über WhatsApp unter Garantie nicht fallen werden.
Würde WhatsApp diese Daten nicht verschlüsseln sähe dies wieder anders aus, unverschlüsselt sind die Daten für den Eigentümer von WhatsApp „allgemein zugänglich“ und damit ist auch der Abruf und die interne Weitergabe zwischen Tochterfirmen möglich.
Da Facebook die Nachrichten in WhatsApp aus eigenen Worten „zum Schutz der Nutzer“ verschlüsselt, schießt sich Facebook mit einem Datenabruf zumindest nach deutschem Recht selbst ins Bein.

Die geänderten AGBs von WhatsApp lassen allerdings nicht nur die interne Weitergabe zu, auch Werbepartner sollen explizit beteiligt sein um euch, sofern es in euren Chats um das entsprechende Thema geht, zielgerechter mit Werbung zubomben zu können. In einem solchen Fall könnte man garantiert im Bundesdatenschutzgesetz blättern und findet auf jeder Seite ein paar Punkte gegen die Facebook mit den neuen AGB verstößt.

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Facebook ruft nun alles aus Whatsapp ab

2014 kaufte Facebook WhatsApp für eine riesige Menge Geld, da Facebook so langsam die Nutzerbasis flöten geht und damit die Datenbasis und die Verdienstmöglichkeiten immer geringer werden.

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Die Absicht war ganz klar: Facebook braucht Daten, diese können sie am besten verarbeiten wenn es sich um private Kommunikation handelt. Man achtet also auf Privatsphäre, das wurde schon 2014 gesagt, nun aber gab es eine Anpassung der Geschäftsbedingungen.
Diese erlaubt das freie Tauschen aller möglichen Daten mit Facebook, ganz gleich ob ihr einen Facebook-Account habt oder nicht. Der Sinn dahinter: Facebook möchte euch über Anzeigen Sachen andrehen, damit Facebook  mit der Verkaufsprovision dieser Sachen noch mehr Geld verdient. Dazu gibt es Werbung und gesponserte Nachrichten (in Facebook). Zusätzlich zu den Websites auf denen die Facebook-Like-Buttons eingebunden sind kommt also nun auch eine Keyword-Suche unter all euren privaten Nachrichten in WhatsApp mit in die große Werbedaten-Trommel. Kleine Feinheit: Eine Keyword-Suche in euren Chats ist nach Facebook-Logik anscheinend noch keine „Übertragung der Chatverläufe“ – vermutlich sieht Facebook das lokale filtern der Nachrichten und die Übertragung einiger dieser Nachrichten als „Fair Use“ an, was in den USA ja Gang und Gebe ist.

Fragt ihr euer Herzblatt also ob ihr euch mit Pizzen vollstopfen wollt, kann es passieren dass Facebook auf einmal voller Werbung für Lieferdienste ist. Redet ihr über die letzte Shoppingtour, dann ist es halt Zalando…

Mehr oder weniger Sinnvoll, aber es gibt einen angeblichen Opt-Out. Diesen wird man in den nächsten Versionen von Whatsapp unter „Einstellungen“->“Konto“ finden. Dieser heißt dann „Teile meine Account-Daten“ und zieht bei Deaktivierung eine große Funes’sche „Nein, Doch, Oh“-Meldung hinter sich her.

Immerhin soll Whatsapp ohne Bannerwerbung bleiben, allerdings sind Chats in denen Unternehmen euch mit personalisiertem Text- Bild- und Video-Spam zudröhnen können bereits in Planung.

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