Google Allo und Duo: Hauptsache KI

Mit zwei neuen Messenger-Apps Google Allo und Duo ging Google dieses Jahr zur I/O direkt an den Start. Man bohrt den digitalen Assistenten rund um Google Now um einige Features auf und bindet diese auch gleich in die Apps ein. So grätscht dieser dazwischen und kann z.B. direkt davon abraten zusammen mit seiner Freundin in ein Restaurant zu gehen das schlecht bewertet ist, sobald die ersten Anzeichen kommen ihr könntet euch für eben dieses entscheiden.

Google Allo
Developer: Google Inc.
Price: Free
  • Google Allo Screenshot
  • Google Allo Screenshot
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  • Google Allo Screenshot

Aber zurück zur Sache. Erstmals stellt Google die KI deutlich wichtiger dar als die Nutzersicherheit. Ganz nach Dave Eggers „alle Daten müssen geteilt werden“ greift die KI sämtliche Daten die über diesen Messenger gesendet werden ab und verwertet diese. Das mag man gut oder schlecht finden. Als kleinen Trostpunkt hat Google in Allo die vom Messenger Signal bekannte Verschlüsselung eingebaut, versichert aber im gleichen Atemzug, dass damit jegliche KI-Aktionen vollkommen unmöglich werden.
Allo basiert auf reinem Textchat nach dem Threema oder Telegram-Muster und erfordert als einzige Angabe nur den Namen und die Telefonnummer, ein Google-Account muss nicht eingetragen werden.

Google Duo
Developer: Google Inc.
Price: Free

Google Duo ist ein Videotelefonie-Dienst wie er bereits aus Google Hangouts bekannt ist. Letztendlich funktioniert dieser exakt genau so wie die Hangouts-Telefonie oder die übliche Skype-Telefonie. Vorerst funktioniert Duo allerdings nur für direkte Videotelefonie zwischen zwei Geräten, für Gruppentelefonie müsste man auf das in die Jahre gekommene Hangouts zurückgreifen.
Was Google mit Hangouts anstellen will bleibt weiterhin unklar. Mit Allo und Duo reißt man nun die Features aus Hangouts in zwei separate Apps, Hangouts existiert zwar weiterhin, wird aber wie bisher auch schon sicherlich nur noch stiefmütterlich behandelt.

https://youtu.be/aI-kXmzhLeo

Beide Apps sind zur Vorregistrierung in Deutschland verfügbar. In den USA gehen diese Apps direkt an den Start, in Deutschland und anderen Ländern müssen wir noch ein wenig warten.

Nachtrag: Es ist eine APK-Version von Allo aufgetaucht. Diese ist allerdings bisher nur eine leere Hülle und informiert dass man entweder Googler sein muss oder ein freigeschalteter Tester sein muss. Die App ist auf APK-Mirror herunterladbar und offiziell von Google signiert.

ICQ wird OpenSource und aktualisiert Windows-App

Das Urgestein der Messenger, ICQ wird OpenSource. Im gleichen Atemzug aktualisiert man den Windows Client, der nun auf größere Bildschirme ausgelegt sein soll.

ICQ Logo

Mit dem Druck durch WhatsApp, Facebook und co. drückt sich ICQ immer weiter in den Hintergrund, versucht aber alles um wieder dort rauszukommen. Nun hat der russische Messenger nach den letzten verzweifelten Versuchen sich dazu entschieden OpenSource zu werden. Interessierte können den SourceCode der neuen Desktopversion auf GitHub ansehen. Versionen für Apples OSX und Linux sollen folgen.
Ich persönlich nutze ICQ nur noch ganz selten, es läuft zwar noch mit, die meisten Kontakte sind aber auf die Alternative XMPP umgestiegen und basteln sich nach Aufforderung von jabber.ccc.de so langsam auch eigene Server mit denen Sie ins Chat-Netz gehen.
Übrigens: Falls Ihr irgendwelche Fragen über den Blog und so habt, könnt ihr einfach admin@schnell.news über Jabber/XMPP anschreiben, sofern ich dort online bin.

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Whatsapp erhöht Gruppenbeschränkung

In der Beta von Whatsapp mit der Version endend auf 437 wird die Gruppenbeschränkung von 100 auf 256 Personen erweitert. Für den Fall dass ihr irgendwann einmal mit 256 Personen gleichzeitig chatten wollt könnt ihr dies nun in einer einzigen Gruppe erledigen. Grundsätzlich ist es aber sehr unwahrscheinlich dass jemand gleichzeitig mit 256 Leuten chattet, da sonst euer Smartphone ziemlich voll mit Notifications wäre.

Die Gruppenbeschränkung von WhatsApp

Auch nach dem Aufkauf durch Facebook ist WhatsApp weiterhin nur transportverschlüsselt, das heißt das WhatsApp und Facebook grundsätzlich Zugriff auf alle eure Nachrichten haben. Für etwas mehr Sicherheit müsste man allerdings schon andere Messenger wie z.B. Threema und co verwenden.

WhatsApp Messenger
Developer: WhatsApp Inc.
Price: Free
Threema
Developer: Threema GmbH
Price: 2,99 €

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Direct Messenger macht aus Twitter einen Messenger

Eine neue App bereitet Twitter-Direktnachrichten Whatsapp-Mäßig auf, so dass per Direktnachricht gechattet werden kann.

Nach einem Login in der App mit dem simplen Namen „Direct Messenger for Twitter“ werden alle möglichen Kontakte Messenger-Mäßig aufgelistet. Auch ein Chat mit Bildern ist möglich, diese werden allerdings als Link gesendet und sind demnach in anderen Twitter-Anwendungen auch nicht als Bild nachvollziehbar. Um die Bilder artgerecht anzeigen zu können müssen beide Gesprächspartner „Direct Messenger“ verwenden.
Ob die App später auch für Android und andere Plattformen verfügbar sein wird steht allerdings noch in den Sternen.

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