Ein paar Wochen mit dem Fileee Scanaufsatz

Einige Wochen (oder sind es schon Monate?) ist es her, dass ich endlich meine Fileee-Box mitsamt Scanaufsatz erhalten habe. Die App dazu gibt es ja schon um einiges länger, irgendwann startete man mit einer Art „Crowdsourcing“ für eine Scan-Möglichkeit.

Mit Fileee erhoffte ich mir das Papier endlich nicht immer wieder durchwühlen zu müssen. Ganz weg geht das Papier auch im Papierlosen Büro nie, dafür ist die Digitalisierung noch lange nicht genug in Deutschland angekommen.

There’s an app for that

Die Fileee App lädt dann alles was ihr habt erst einmal in die Cloud – das ist für einige schon der Knackpunkt dazu nein zu sagen – aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. So öffnete ich mein TrueCrypt-Archiv in dem ich so oder so alles mögliche hatte und wuppte das einmal hoch ins Netz.
Dank der App lief dann alles in eine Art scannen, abheften, wegpacken und dann letztendlich erst lesen wenn die Fileee-App mir gesagt hatte von wem das nun eigentlich war, was ich da eben in der Hand hatte.

Das klappte mehr oder weniger gut. Es kann aber auch an der kleinen Datenbasis liegen, die Fileee zum Start hatte – ohne Daten können die passenden Firmen halt auch nicht erkannt werden. Das wird aber mit der Zeit kommen, sofern die Nutzer natürlich die fehlenden Daten zu den eigenen Rechnungen vervollständigen.
Was mir negativ dabei auffiel: Das System scheint leider nicht bzw. nur sehr langsam zu lernen was denn nun Scans von dieser einen Firma sind. Man kann z.B. 10 identische PDF-Dateien der Starbucks-Mails hochladen und diese akkurat als Starbucks markieren – zukünftige Mails werden anscheinend trotzdem wieder nicht erkannt. Hier scheint das System glaube ich zu starr auf einen Briefkopf aus zu sein – aber so tief stecke ich in der Materie nun auch nicht drin…

Worin das System allerdings erstaunlich gut ist: Die Unterscheidung zwischen Rechnung, Lieferscheinen und anderen Briefen. Lade ich eine Rechnung hoch, ist zumindest der Typ des Dokuments immer akkurat erkannt.

und dann kam die Box…

nicht mehr lochen, einfach Scannen und weg damit. Analoges Dingsbums einfach nur noch so kurz wie möglich in der Hand gehalten. Das scheint der Ziel der Box zu sein. Ich habe natürlich etwas überdramatisiert, aber so in etwa fühlt es sich für mich an. Die Dokumente werden gescannt und dann in chronologischer Reihenfolge einfach seitlich über die Klappe in die Box gelegt. Will man mal was wiederfinden ist es ja eh meist in der Fileee-App indexiert, und brauch man davon warum auch immer wieder mal was analoges, gibt es ja immer noch die Digital-Analog-Converter namens „Drucker“.

Das klappt alles ziemlich gut, das einzige wofür ich die Box reell noch öffne ist es um Dinge reinzulegen, alles andere ist digitalisiert und schwebt in der Cloud.
Dank Volltextsuche auch relativ gut verwaltbar. Das klappt erstaunlich gut – Scanne ich eine Rechnung und suche anschließend nach dem darauf stehenden Artikel findet die App entsprechende Rechnung tadellos.
Das Herausnehmen von Dokumenten aus einer Box stellt sich allerdings als etwas umständlicher heraus. Vorher muss Fileee gesagt werden, dass das Dokument nicht mehr in der Box liegen soll – d.h. einmal die Box in der App angewählt, passendes Dokument gesucht, das Analog-Gedöns dazu gefunden (was anhand der Farbcodes einigermaßen gut funktioniert) – und dann kommt die eigentliche Schwierigkeit:

Es existiert augenscheinlich erst einmal nichts um genau dieses Blatt digital „aus der Box herauszunehmen“. Man kann Löschen, aber man möchte doch nicht gleich ein Dokument löschen, oder?
Die einzige Möglichkeit die ich in der App sehe – die Einzelansicht muss über den „Editieren“-Button aufgerufen werden – darin kann man dann die Box entfernen und hat dann nur noch ein digital sprichwörtlich herumflatterndes Dokument in seinem Filee Account. Ist man dann fertig muss einmal in der gleichen Ansicht die Box wieder angewählt werden – dann wird das Dokument aber wieder ganz nach oben gelegt – das macht die ganze chronologische Ordnung, die dann irgendwie doch wichtig ist, ziemlich kaputt.

…und der Scanaufsatz

Vollständig aus Pappe, aber dennoch stabil. Daran zweifelte ich ein bisschen, bis jetzt wurde das Versprechen allerdings gehalten. Es flogen mir zwar beim Auspacken des Bausatzes zwei Magnetscheiben (die erstaunlich stark sind) entgegen – die Box hält aber so auch ziemlich gut. Daher könnte das auch ein Ersatzmagnet gewesen sein (der mich dank des Magnetismus dann doch etwas länger als erwartet vor dem endgültigen Aufbau abgehalten hat.)

Der Aufbabu ist relativ simpel, Die Faltkanten da knicken wohin sie ohnehin schon hingebogen wurden, alles andere klickt dann fast magisch-magnetisch zusammen und – es hält einfach.
Das gleiche mit der Box, einfach drüber gehalten gibt es ein lautes „Magnetklacken“ und alles sitzt…
Per Strichcode auf der Box wird beim Scannen die passende Box erkannt (in 99,5% aller Fälle) – Dann das Dokument hineingelegt und mit gefühlt 80%-Wahrscheinlichkeit habt ihr dann schon einen passenden Scan in der App – sofern das Smartphone oben auflag und die Scan-Funktion der App aktiviert ist. – Dank Klarweiß-LED-Streifen an der Oberseite sehen die Scans in aller Wahrscheinlichkeit auch meistens vernünftig aus.
Was ich mir wünschen würde: Oben und unten ein paar schwarze Klemmen, mit denen man das Blatt glatt ziehen kann. In vielen Fällen schafft die App das auch so, aber es gibt immer einige Dokumente die besonders garstig sind (z.B. Telekom-Recyclingpapier-Briefe) und einfach erst beim vierten oder fünften Versuch vernünftig gescannt werden.

Alles in Allem ist die App aber ziemlich gelungen. Die Datenverwaltung wird ein Stückchen einfacher als mit der guten alten „Alle PDFs in Jahresordner“-Struktur. Mit Box und Scanaufsatz hat man auch eine praktikable Lösung um halbwegs papierfrei zu bleiben.
Dank der einfachen Verwaltung mit der Box bin ich ziemlich sicher, dass Ordner bei mir irgendwann ausgedient haben werden.
Einige der oben angesprochenen Eckpunkte in der App nerven zwar – aber mit Geduld ist alles machbar…

Wer in Fileee einsteigen möchte, kann dies auf der Homepage von Fileee machen, wer gleich groß einsteigen möchte kann sich auch sofort die Box, den Aufsatz oder beides im Shop bei Fileee kaufen.

Verzögerter Versand in Office Outlook aktivieren

Kleiner Aspekt den ich noch nicht so genau kannte – wer den verzögerten Versand in Google Mail zu schätzen gelernt hat, kann dies auch unter Outlook erreichen.

Regel-Assistent von Outlook

Der Weg dahin ist denkbar einfach. Eine neue Regel auf alle versendeten Nachrichten erstellen und die einzige Aktion ist „verzögerter Versand“.

Die Regeln findet ihr unter Outlook 2016 im Register „Start“ im Abschnitt „Verschieben“. Dies ist der einzige Punkt der sich von der offiziellen Anleitung von Microsoft unterscheidet.

Im letzten Schritt kann man nach belieben einige Ausnahmen definieren. So habe ich z.B. eine Ausnahme für wichtige Nachrichten erstellt.
Wichtig zu beachten ist auch – die Regel greift nicht Exchange-weit, sie muss also pro verwendetem Client extra erstellt werden. Schließt ihr dann ein Outlook in dem eine Nachricht aussteht, wird diese auch nicht gesendet – Nach dem Senden muss Outlook also zwingend die definierte Zeit offen bleiben, damit die Nachricht auch gesendet wird.

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Neue Wallpaper-App von Google bringt Chromecast-Wallpaper auf Android

Kennt ihr all die ganzen „Wallpaper“-Apps im PlayStore? Die meisten sind einzig und allein dafür da eine schlechte Oberfläche zu haben und voller Werbung zu sein. Die angebotenen Wallpaper sind dann meist auch nicht allzu sinnvoll.

Hintergründe
Developer: Google Inc.
Price: Free
  • Hintergründe Screenshot
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Google steuert nun gegen und bietet eine neue App für die Hintergründe aus Chromecast-Zeiten im PlayStore an.

Der Name lässt allerdings vermuten, dass es nicht bei Chromecast bleiben wird. Hoffentlich bietet Google hier demnächst alle Wallpaper an, die sonst nur standardmäßig auf Pixel-Smartphones oder anderer Google-Hardware installiert sind.
Vermutlich hat man damit das Ziel mal wieder eine Funktion der eigentlichen Smartphones durch Versionen die an die Google Play Services angebunden sind zu ersetzen. Auf älteren Smartphones findet man meist noch zwei verschiedene Anwendungen, wie z.B. „Google Fotos“ und die „Galerie“ – Auf aktuellen Smartphones ersetzen die Google Apps bereits die Systemapps. So findet man hinter dem Google Chrome Browser nicht mehr den System-Webbrowser oder nur noch Google Fotos auf dem Smartphone.

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Avira mit neuem Passwortmanager im Betatest

Wenn man ein wenig über den Tellerrand schaut, ist Avira etwas mehr als eine kostenlose Software die euch ständig mit PopUp-Werbung nervt. Besonders die Betatests von Avira zeigen deutlich dass man zumindest bemüht ist vom reinen AV-Hersteller runterzukommen. Neben einem Webbrowser ist nun auch ein Passwortmanager im Repertoire.

Avira Passwortmanager

Im Grundsatz konzipiert man einen Webdienst, der durch Anwendungen an Google Chrome, Firefox Android angebunden sein wird. Programme für Windows und Apples OS X sind dank des Webdienstes nicht geplant.

Getestet werden kann das ganze im Betacenter. Dort muss man sich vorerst bewerben und begründen warum man am Betatest teilnehmen möchte. Hier schaut der Virengegner auch aktiv auf die eigenen Bedürfnisse. Zum Beispiel werden nur User zugelassen deren Begründung zu den Anforderungen passt. Auch existieren Verschwiegenheitserklärungen – die allerdings nur zu dem Zweck dienen, dass Bugs und Fehler an Avira direkt gemeldet werden und nicht sofort ins Internet rausposaunt werden.

Verbraucherzentralen fechten WhatsApp an

Die Datenweitergabe an Facebook von WhatsApp war seit dem Kauf abzusehen, allerdings strafen viele die Implementierung an. Den Nutzern wird keine Möglichkeit für ein Opt-In gegeben. Stattdessen muss man explizit verweigern und wissen dass in einem Update klammheimlich ein Haken erschienen ist.

pixabay - whatsapp

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen schreitet nun ein und möchte Facebook dazu zwingen zumindest deutschen Nutzern die Möglichkeit zu geben sich explizit für die Datenweitergabe zu entscheiden.
Die Datenweitergabe in der jetzigen Form verstößt meines Erachtens explizit gegen § 28 des BDSG. Speziell in Absatz 1 – Abschnitt 3. wird von allgemein zugänglichen Daten gesprochen zu denen verschlüsselte, private Nachrichten über WhatsApp unter Garantie nicht fallen werden.
Würde WhatsApp diese Daten nicht verschlüsseln sähe dies wieder anders aus, unverschlüsselt sind die Daten für den Eigentümer von WhatsApp „allgemein zugänglich“ und damit ist auch der Abruf und die interne Weitergabe zwischen Tochterfirmen möglich.
Da Facebook die Nachrichten in WhatsApp aus eigenen Worten „zum Schutz der Nutzer“ verschlüsselt, schießt sich Facebook mit einem Datenabruf zumindest nach deutschem Recht selbst ins Bein.

Die geänderten AGBs von WhatsApp lassen allerdings nicht nur die interne Weitergabe zu, auch Werbepartner sollen explizit beteiligt sein um euch, sofern es in euren Chats um das entsprechende Thema geht, zielgerechter mit Werbung zubomben zu können. In einem solchen Fall könnte man garantiert im Bundesdatenschutzgesetz blättern und findet auf jeder Seite ein paar Punkte gegen die Facebook mit den neuen AGB verstößt.

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Chrome hält nun deutlich länger auf Laptops

Das Microsoft Surface ist immer etwas eigen wenn es um die Wahl der Software geht. Da die Kühlung recht schmal ausfallen muss wird das Gerät schnell warm – und Wärme bedeutet immer einen hohen Akkuverbrauch.

Mit Google Chrome in der Version 53 hat das Negativbeispiel Google Chrome nun nachgeholt und hält nun angeblich länger als der Edge-Browser von Microsoft.
Das meint zumindest ein Video von Google, welches auf einen provokativen Werbespot von Microsoft antwortet. Zuvor wurde Google Chrome von Microsoft als Akkufresser betitelt.

In Googles Video zeigt Google auch, dass eines der beiden Videos nicht stimmen kann, da selbst gleiche Konfigurationen unterschiedlich lange durchhalten. Vermutlich hat also Microsoft ein bisschen geschummelt. Ich gehe von Microsoft aus, da diese mit der ehemaligen Scroogled-Kampange und dem aktiven Versuch Google Chrome durch Meldungen in Windows schlechter machen zu wollen vorab schon auffällig wurden.

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Prey: Versionen vor 1.6.2 unsicher

In einer kurzen Mail bittet das Anti-Diebstahl-Tool Prey alle Nutzer darum die Software zu aktualisieren. Es könnte vorkommen dass ein Gerät bei Verlust nicht über das Web-Backend rückverfolgbar ist.

prey logo

Aus der Mail die an alle Kunden gegangen ist, auf deren PCs entsprechende Version lief:

We detected that you currently have Prey version 1.6.2 or version 1.6.1 installed in one of your Windows devices, so we urge you to update immediately to Prey’s new version 1.6.3 – the first one was released with a compatibility issue that in some specific cases makes Prey ineffective on the devices it was installed. This means that if you currently have version 1.6.2 or 1.6.1, your devices could not be protected, meaning they can’t be traced nor you will be able to use any of the features provided by Prey.

Unschön, gerade für eine Software wie diese, allerdings handelt es sich nur um einen Bug in der Windows-Software, alle anderen Varianten sind nicht betroffen.
Zum Aktualisieren der Software müsst ihr einfach nur den entsprechenden Installer herunterladen (am besten per MSI) und diesen einfach ausführen.

Badland 2 nun ohne Geofencing spielbar

der Nachfolger des beliebten Games Badland – Badland 2 ist aus der Beta-Phase heraus gekommen. – Welche Beta mag man sich fragen – diese war per Geofencing auf einen Bereich beschränkt. Ihr musstet also nahe des Entwicklers wohnen um das Spiel überhaupt sehen zu können.

Nun aber ist das Spiel draußen, für iOS zum Preis von 3,99. Für Android leider infiziert durch Clean-Master Lizenzen. d.h. grundsätzlich kostenlos, allerdings kommt man ohne In-App-Käufe nicht weit oder braucht sehr lange um das Spiel durchspielen zu können.

Wer das grafisch eigentlich ganz schick gemachte Spiel einmal installieren möchte findet die Clean-Master-Version für Android hier:

BADLAND 2
Developer: Cheetah Games
Price: Free+
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
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  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot
  • BADLAND 2 Screenshot

und die freie Version für Apples Geräte hier.

Ob der Entwickler irgendwann mit einer freien Version für Android daherkommt kann man noch nicht sagen, die ID der App com.frogmind.badland2.cmcm lässt auf jeden Fall hoffen dass es auch irgendwann eine normal spielbare Version geben wird.

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VeraCrypt wird einem Audit unterzogen

Wie damals bei TrueCrypt wird nun auch der Nachfolger VeraCrypt einem ausführlichen Test unterzogen.
Als Teil sicherheitskritischer Software ist so etwas auch dringend notwendig. Seit dem Audit von TrueCrypt kann man die inzwischen aufgegebene Software weiterhin nutzen. Man sollte allerdings die speziellen Anwendungsszenarien in denen ein Fehler auftritt meiden.

veracrypt

 

 

Die Institution „The Open Source Technology Improvement Fund“ kann durch Spenden u.A. von DuckDuckGo QuarksLab damit beauftragen den SouceCode genau zu analysieren.
Man kann davon ausgehen dass das Entwicklerteam hinter VeraCrypt gefundene Lücken schnell schließen wird. Während des TrueCrypt-Audit vielen auch einige Lücken auf, die währenddessen sehr schnell von den Entwicklern in VeraCrypt geschlossen wurden. Sofern diese aus dem alten SourceCode übernommen wurden.
Gefundene Lücken werden hier auch öffentlich dargestellt, sofern alle beteiligten Institutionen einverstanden sind.

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Google sammelt Telefon- und SMS-Daten

Genau so wie auch der Netzwerkstandort jede Minute gesammelt wird, wurde nun auch nachgewiesen dass Google bei Anrufen und SMS entsprechende Daten direkt nach Hause gibt. Was genau in den Daten steht ist nicht ganz klar, da diese verschlüsselt sind, man vermutet aber, dass es die üblichen Metadaten sind, an denen zumindest nicht nur Geheimdienste interessiert sind.

Zu den Daten könnten dann natürlich die Uhrzeit, der ungefähre Standort des Anrufers, die Anrufer-Daten beider Gesprächspartner und die Dauer des jeweiligen Telefonats gehören. Ob auch Inhalte aus Gesprächen und Textnachrichten gesendet werden ist unklar. In den AGB für die Benutzung von Android räumt sich Google ein diese Daten sammeln zu dürfen.

Ein Statement vom Pressesprecher von Google-Deutschland nickt dieses Vorgehen ab, auch wenn die Aussage deutlich durch die Blume gedrückt wurde:

Wir speichern Informationen zu Telefonanrufen nur dann, wenn Google-Apps und -Dienste verwendet werden. Anrufdaten werden keineswegs automatisch von Google gesammelt, nur weil man Android nutzt.

Das Problem dabei: Die Google Dienste laufen stetig im Hintergrund, z.B. um das „Okay Google“ Hotword zu erkennen. Ihr nutzt also Google Dienste sobald euer Smartphonedispay eingeschaltet ist. Für die Spracherkennung, die Gesichtserkennung zur Entsperrung des Telefons oder das Suchfeld-Widget auf eurem Homescreen um nur ein paar Beispiele zu nennen. Um also keine Google-Dienste zu verwenden müssten Nutzer die Custom-ROM CyanogenMod nutzen ohne hinterher die Google-Apps zu installieren. Die wenigsten Normal-Nutzer werden dies also tun. Der Pressesprecher unterschied also zwischen AOSP und dem Android welches normalerweise auf Smartphones installiert ist, ohne dies deutlich auszudrücken.

Nach Snowden-Informationen möchte die NSA, dass solche Daten gesammelt werden. Amerikanische Unternehmen wie Google können auch dazu verpflichtet werden dies umzusetzen. Es ist also nur eine Frage des Geschicks der Entwickler wie diese Daten übertragen werden. Bei solchen Daten wäre es sicher idealer sie erst einmal lokal zu sammeln und dann mit anderen Daten zu übertragen. Dann könnten solche Daten z.B. bei der Adressbuch-Synchronisation oder bei Verwendung des PlayStores mit übertragen werden. Gerade wenn die Daten verschlüsselt sind kann man nur solche Vermutungen aufstellen. Diese sind nicht mehr aufstellbar, wenn diese Daten verschleiert werden.