Googles Bilderkennung mit neuer Trainingsoberfläche

Google trainiert seit einigen Jahren Bilderkennungssysteme, dazu gab es vor einiger Zeit auch schon eine Oberfläche um der Maschine initial zu sagen ob sie mit den Bildinhalten recht hatte.
Nun gibt es eine neue Oberfläche, die ähnlich wie die Aufgaben in Googles ReCaptcha-System aufgebaut ist.

google image labeler

In ReCaptcha fragt Google regelmäßig nach Bildern die z.B. Bäume, Läden oder Seen enthalten. Häufig sind dies dann Ausschnitte aus den Streetview-Aufnahmen von Google. Dabei weiß das Google-System dahinter manchmal aber nur von manchen Bildern dass diese richtig sind. Wenn z.B. Autos gefragt sind passiert es manchmal dass ein Bild der Unterseite eines Rasenmähers neben einem Bild eines Autos auf Hebebühne auftaucht. Hakt der Nutzer dieses Bild nicht an, lernt das System dass der abgebildete Rasenmäher kein Auto ist. Man könnte das System auch in die Falle locken in dem man Bilder die sehr ähnlich sind absichtlich anhakt, aber diese Situationen werden immer seltener.

Seltener werden diese durch ein immer besser werdendes System. Eine neue Oberfläche erlaubt es nun der Maschine ohne ReCaptcha zu sagen ob sie mit Bildinhalten recht hat.
Auf dieser Seite gibt euch das System einige Kategorien aus zu denen es dann sehr schlecht aufgelöste Bilder zeigt. Das System ist der Meinung ist es hätte eben jenen angezeigten Bildinhalt. Über simple Ja/Nein Antworten kann dem System dann gesagt werden ob die Auswahl passt oder nicht.

Google setzt hier auf „Crowdsourcing“, d.h. aus allen Daten die Google irgendwie bekommen kann das beste machen zu wollen. In diesem Fall werden Daten direkt von den Nutzern gesammelt.
Wann das System wieder abgeschaltet wird ist unklar. Spätestens, wenn Google feststellt dass ihr System genügend gelernt hat oder von den Nutzern mit Falschinformation missbraucht wird könnte es aber soweit sein. Auch ist das System sehr grundlegend, so kann man z.B. in der Kategorie „Feuerwerk“ bei einem Baum mit Lichterkette kein Vorschlag eintippen um dem System zu sagen was das Bild tatsächlich beinhaltet.

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Tidal mit 90 tägigem gratis-test

Der Musikstreaming-Dienst Tidal bietet gerade einen 90 tägigen Test an in dem Nutzer das gesamte Repertoire zumindest in der Standard-Qualität testen können.

Tidal für Windows

Das Angebot ist hier abrufbar (inzwischen offline) und kann direkt nach Abschluss wieder gekündigt werden. Ansonsten würde es für 10€ im Monat weiter laufen. Authentifizierung mit PayPal oder einer anderen Zahlungsmöglichkeit muss allerdings erledigt werden. Für ein Upgrade auf das Streaming verlustfreier Musik wird nach dem Testzeitraum 20€ im Monat fällig.
Im ersten Eindruck ist Tidal sehr HipHop-lastig, fast alle automatischen Playlisten laufen irgendwann in HipHop und Rap aus, egal von welcher Musikrichtung man kommt. Das Sortiment scheint allerdings ordentlich zu sein und hat neben Rap und HipHop auch noch einiges anderes zu bieten.
Wie lange das Angebot noch läuft ist unbekannt, es steht aber schon seit gut einer Woche im Netz. Deshalb erwarte ich dass es noch einige Zeit weiter laufen wird.

Ein Hinweis für die VPN-Nutzer unter euch: Für die Registrierung braucht ihr zwingend eine deutsche IP-Adresse, danach könnt ihr euch wieder virtuell in vorratsdatenspeicherungsfreie Gebiete begeben. Das Streaming über VPN funktioniert (vorausgesetzt die Verbindung ist schnell genug) seitens Tidal vernünftig.

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Googles Emoji-Vorschläge werden umgesetzt

Erinnert ihr euch noch an die Meldung dass Google und Durex neue Emoji haben wollten?

Emoji

Die Vorschläge von Google wurden nun angenommen. 11 neue Emoji werden demnächst in den Unicode-Standard integriert, die Berufe auch von beiden Geschlechtern zeigen und nicht nur z.B. einen einzigen männlichen Emoji mit Schutzhelm oder den Friseur zu dem Friseurinnen-Smiley.

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Amazon plant eigenständigen Musikdienst

Amazon will mit einem eigenständigen Musikstreaming-Dienst den bisherigen „Amazon Prime Music“ Dienst in einen eigenständigen Service auslagern. Wie Audible könnte dann Musikstreaming als getrennter Dienst unter eigenem Namen laufen und ist nicht mehr sichtbar an das Amazon-Ökosystem angebunden.

amazonmusiclogo

Dieser soll dann auch stärker mit Amazons Echo Dauerlausch-Mikrofon verbunden werden. So könnte Musikstreaming aktiv mit Echo angeworben werden. Weitere Details sind noch nicht bekannt, der bereits bestehende Music-Dienst für Prime-Kunden soll aber bestehen bleiben, auch wenn der neue Service etwas umfangreicher im Angebot werden könnte.
Hier drängt sich der Versandriese reichlich spät in einen Markt, der eigentlich schon durch Spotify und Apple Music gut abgedeckt ist. Wie gut der Service letztendlich funktionieren wird muss die Zukunft zeigen, ich schätze aber die Nutzer werden ähnlich wie beim Konkurrenzen Tidal auch nur mäßiges Interesse zeigen, da die meisten bereits einen Account bei einem Musikstreaming-Dienst haben dürften.

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Nachträglicher Geo-Eintrag in Google Fotos möglich

Google ist gerissen wenn es um fehlende Standortinfos geht. Normalerweise weiß Google wo ihr Fotos aufgenommen habt, auch ohne Standortangabe im Foto. Einerseits ist die Bilderkennung inzwischen so ausgereift, dass dies möglich ist, andererseits gibt euer Standortverlauf und die genutzte Funkzelle schon sehr viel Auskunft wo ihr beim Aufnahmezeitpunkt wart.

Letzteres bindet Google nun in Google Fotos etwas transparenter aus und bietet dem Nutzer nun an, aus seinem Standortverlauf einen passenden Ort zu wählen, falls dieser vom Nutzer nicht mit dem Foto gegeben wurde. Natürlich ist auch das Optional, aber mit der Datenmenge die Google nun inzwischen hat, ist es praktisch nicht mehr möglich ein Foto hochzuladen ohne dass Google weiß von wo es ist. Gerade in Google Fotos beobachte ich in letzter Zeit wie langsam aber sicher die Nutzer an den Datenfundus herangeführt werden. Ob man es mag oder nicht, so ist der Lauf der Dinge.

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Alphabet-Tochter Sidewalklabs baut nächstes Überwachungsnetz auf

In New York entsteht gerade das nächste Überwachungs-WiFi (Archivlink – Das Projekt wurde wegen Ghettobildung um die Hotspots eingestellt). In Dimensionen die fast die ganze Stadt abdecken ermöglichen umgebaute Telefonzellen eine Datenübertragung von 1 Gbit/s, sofern man nicht weiter als 50 Meter von einem Access Point entfernt ist und man dann auch zustimmt dass alle Daten die irgendwie anfallen von allen Tochterfirmen der Aphabet Inc. genutzt und verwertet werden können. Dazu gehört eben auch Google und co.

Sidewalklabs Access Point (via)

Das ganze wird natürlich auch kostenlos nutzbar werden, die Refinanzierung findet über eure persönlichen Daten statt.
Das Ziel der Geschichte ist, eine Stadt auf den technisch neuesten Stand zu bringen. Hier hat man sich also New York als Musterstadt ausgesucht und fängt an zu modernisieren.

In Zeiten immer fetter werdender Mobilfunkverträge eigentlich gar nicht mehr so ganz notwendig, allerdings zieht Google und co. hier die Leute mit der versprochenen Geschwindigkeit in den sprichwörtlichen Glaskasten. Ähnlich hoch wie die Geschwindigkeit wird wohl auch die Nutzerzahl steigen. Spätestens seit Snowden haben viele sowieso schon die Hoffnung auf Vertraulichkeit im Netz aufgegeben und setzen auch keine Hoffnung auf Rückkehr ihrer Privatsphäre.

Meine Empfehlung: Solche Dienste sind nur mit vernünftigem VPN nutzbar. Hier wäre dann wichtig, dass der Dienstleister für den VPN die für das jeweilige genutzte Protokoll maximal mögliche Verschlüsselungsstärke anbietet und nicht in einem der „Fourteen Eyes Countries“ ansässig ist. Bonuspunkte gäbe es von mir an einen solchen Dienst dann, wenn dieser zusätzlich auch noch per OpenPGP verschlüsselten Mails einen Support anbietet und die gesamte Zahlung auch über das Bitcoin-Netzwerk anbietet. Mit VPNs ist man dann unter Umständen nicht mehr mit dem vollen Gbit/s im Internet, allerdings meistens mit einer Geschwindigkeit die DSL-Anschlüssen entspricht.

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Die Bibel dank Emoji im 21. Jahrhundert

Ein Übersetzer mit dem simplen Namen „😎“ hat die Bibel übersetzt. Wie vom Namen zu erwarten mit Hilfe von Emoji. Dabei kommt dann in etwa so etwas heraus:

Bibel Emoji

Herr 😎 hat dafür ganze sechs Monate gebraucht, allerdings sind nur 200 Wörter automatisiert durch Emoji ersetzt worden.
Das knapp 3000 Seiten umfassende Buch ist auf iTunes erhältlich (Projekt nicht mehr verfügbar, ähnliche Alternative hier). Einen ähnlichen Ansatz folgt Bibleemoji, dort kann ein Bibelvers eingetragen werden, der dann entsprechend in Emoji-Stil herauskommt.

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Mit Instant Apps wandern Apps noch mehr ins Internet

Googles I/O bringt jedes Jahr viele Neuerungen. Neue Geräte, neue Dienste, Neuerungen bestehender Dienste und so weiter. Instant Apps ist eine der Neuerungen dieses Jahr.
Instant App bedeutet nur, dass man nun eine Internetseite mit neuen Javascript-Bibliotheken noch stärker an den Cache eines Android-Telefons anbinden kann. So lässt sich nun ein Menü einer Website lokal auf dem Gerät zwischenspeichern. Über eine Homescreen-Verknüpfung wirkt die Seite dann wie eine klassische App, da wie bei bisherigen Apps auch nur die Inhalte geladen werden müssen.

Die Vorteile dazu liegen auf der Hand. Nutzer müssen dafür dann nicht mehr eine extra App installieren. Die Website bindet sich als Verknüpfung wie eine App ein und belegt somit auch weniger Speicher als eine klassische App. Damit verschmilzt Google Websites ein wenig mehr mit den Android Apps. In Zukunft sollen Android-Apps auch unter Chrome OS genutzt werden können. Damit könnte die ganze App-Store-Welt ein wenig auf das nächste Level gebracht werden und Android ein wenig mehr Laptop- und Desktop-Fähig werden.

Das weiße Haus verbietet Google-Dienste

Das weiße Haus hat entschieden Google-Dienste im eigenen Hausnetz aufgrund der Gefahr für Malware vollständig zu blockieren.

Das betrifft jegliche Dienste von Google, faktisch ist der Teil des Internets der auf Google gehostet wird von intern nicht mehr aufrufbar. Wann und ob überhaupt irgendwie noch entsperrt wird ist unklar, vorerst macht das weiße Haus für Google zu.

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Neue Emoji von Google und Durex gefordert

Neue Emoji werden vom Unicode Consortium entschieden und in den Unicode-Standard eingepflegt. In den letzten Jahren gab es immer wieder Erweiterungen, so wurden z.B. alle Hautfarben berücksichtigt und bedacht, dass eine feste Beziehung nicht unbedingt immer zwischen Mann und Frau stattfinden muss.

Googles Emoji Vorschläge

Nun wollen zwei Parteien neue Emoji im Standard sehen. Durex möchte ein Kondom als Emoji, damit laut eigener Aussage die Gespräche über Verhütung angeregt werden und dadurch die Ausbreitung von AIDS, HIV und co. deutlich eingeschränkt wird.
Google möchte allerdings Frauen in professionellen Berufen stärker integriert sehen und schlägt ganze 13 neue Emoji vor, die Frauen in verschiedenen Berufen zeigen.

https://youtu.be/v0CwgbeL8aA

Was daraus wird kann nur das Unicode Consortium entscheiden – eventuell sehen wir also voraussichtlich noch vor Ende des Jahres ein paar neue Smileys im Standard.

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