Avira mit neuem Passwortmanager im Betatest

Wenn man ein wenig über den Tellerrand schaut, ist Avira etwas mehr als eine kostenlose Software die euch ständig mit PopUp-Werbung nervt. Besonders die Betatests von Avira zeigen deutlich dass man zumindest bemüht ist vom reinen AV-Hersteller runterzukommen. Neben einem Webbrowser ist nun auch ein Passwortmanager im Repertoire.

Avira Passwortmanager

Im Grundsatz konzipiert man einen Webdienst, der durch Anwendungen an Google Chrome, Firefox Android angebunden sein wird. Programme für Windows und Apples OS X sind dank des Webdienstes nicht geplant.

Getestet werden kann das ganze im Betacenter. Dort muss man sich vorerst bewerben und begründen warum man am Betatest teilnehmen möchte. Hier schaut der Virengegner auch aktiv auf die eigenen Bedürfnisse. Zum Beispiel werden nur User zugelassen deren Begründung zu den Anforderungen passt. Auch existieren Verschwiegenheitserklärungen – die allerdings nur zu dem Zweck dienen, dass Bugs und Fehler an Avira direkt gemeldet werden und nicht sofort ins Internet rausposaunt werden.

Das Wort zum Wochenende

So, damit habt ihr jetzt definitiv all das was bisher in eurem Gedächtnis war frei gemacht… – Schönes Wochenende. Man soll ja immer frei von allen Sorgen rein ins Wochenende – damit der Kopf auch mal wieder frei wird.

VORSCICHT: Nichts für Menschen mit Epilepsie…

 

Das ganze gibts dann auch in groß unter staggeringbeauty.com. Wer etwas entspannteres, ruhigeres aber ebenso komplett sinnloses braucht sollte sich mal die Blue Ball Machine (Archivlink) ansehen.

DiRT 3 momentan kostenlos im Humble Store

Es gibt momentan DiRT3, ein meines Erachtens gutes Racing-Game aus den letzten Jahren, im Store vom Humble Bundle gratis.

DiRT 3

 

DiRT 3 ist ein inzwischen in die Jahre gekommenes, aber eines der wenigen Games die Rally-Rennen ordentlich umgesetzt haben.
Nichts im Gegensatz zum Nachfolger DiRT Rally und immer noch vollgepackt mit Werbung von Ken Block, aber es macht einfach Spaß über die Pisten zu jagen und die durchaus ausgeklügelte Fahrphysik zu genießen.
Besonders viel Spaß macht das Spiel auch auf breiten 21:9 Bildschirmen. Hier ist die Grafik dann so eingestellt, dass man in der First-Person-Ansicht fast ein ganzes Cockpit vor Augen hat.

Im Humble Store ist die „Complete Edition“ gratis, d.h. ihr werdet nie vor irgendwelche „dieses Karriere-Rennen ist jetzt aber wirklich nur spielbar wenn ihr noch mal zig Euros zahlt“-Bildschirme erleben.

Einen Klick ist das Spiel auf jeden Fall wert. Hier geht es weiter (Aktion vorbei – Archivlink gesetzt), nach Eingabe einer E-Mail-Adresse kommt entweder ein Spielecode für Steam oder falls ihr bereits einen Account mit verknüpftem Steam-Konto besitzt ist das Game direkt nach dem Klick in eurer Bibliothek. Der daraus resultierende Newsletter kann recht einfach abbestellt werden.

Das Angebot gilt noch für knapp einen Tag, wer das Spiel einmal antesten möchte sollte also zuschlagen.

Social Media und die Abstumpfung der Menschheit

Soziale Netzwerke werden im Leben der Menschheit immer dominanter. Babys wachsen mit einem Profil und einigen Likes auf, sehen stetig Mütter die zwanghaft versuchen jedes Lächeln in der Smartphonekamera festzuhalten. Um es zu teilen, versteht sich – Mit wem? – das wissen die Mütter meist auch nicht so genau.

Ein Mensch hat digital in Symbiose mit dem sozialen Netzwerk aufzuwachsen. Das schafft den idealen Kunden, die meisten Daten und damit den größten Umsatz.
Sobald das Kind dank der Schule aus der Obhut der Mutter befreit ist geht es los. Ein Smartphone, um in Kontakt zu bleiben – schließlich ist das ja auch der Wunsch der Eltern. Die Facebook-App, das selbstverständliche Anhaken des Mindestalters und wer sollte am besten gleich draußen bleiben? Die Eltern natürlich.

Mit Daten ist die Datenverknüpfung finanziert

Damit hat man einen Kunden mehr. Dank des Namens, der Adresse und der nun blockierten Eltern-Profile ist die Verknüpfung zum Baby-Profil recht schnell hergestellt. Das unbewusste Curriculum Vitae schreibt sich weiter.
Dies ist die finanzielle Basis sozialer Netzwerke, um damit dir deine eigene „Filterblase“ zu generieren, wie es schon Sascha Lobo bezeichnete. Damit du beim Netzwerk bleibst filtert man aktiv Beiträge, es gibt nun keinen Ort mehr an dem du mehr Zustimmung zu deiner Meinung findest als eben jenes soziale Netzwerk. Natürlich gibt es deinen Freund und deine Freundin, aber das ganze Social Web besteht nun mal aus viel mehr Personen.
Damit entsteht Monotonie und das simple abschalten des „Blicks über den Tellerrand“. Deine „Filterblase“ hindert dich daran weiterzudenken, seien es Gründe für eine Trump-Regierung oder Dinge die erst durch Hitler wichtig wurden*.

Monoton auf ein Thema

Andererseits fördert das die Meinungsbildung. Du wirst in deiner Meinung unterstützt und dank deiner Blase gibt es immer neue Argumente für deine Position. Blöd nur dass es bei deinem Gesprächspartner ebenfalls so ist.
Auch ist die Geschwindigkeit der Informationen enorm gestiegen. Die Polizei bekommt unter Umständen über Facebook und co deutlich schneller mit, wo ein Unfall geschehen ist. Weil es überall Gaffer gibt, die es für wichtiger halten den Moment zu teilen anstelle die Facebook-App für die Telefonnummer 112 zu schließen.

Durch diese Geschwindigkeit entsteht aber auch relativ einfach eine Informationsüberladung. Lustloses rumscrollen zur Folge. Monoton ein Standpunkt, höchstens variiert in der Schreibweise mit ein paar mehr Nuancen und persönlichem Touch des Schreibers. Aber immer noch dein Standpunkt, und schon wieder das gleiche Thema.
Für Facebook ist die Blasenbildung kritisch für den Umsatz. Google+ setzt diesem noch mal einen oben drauf. Der Nutzer sortiert verfolgte Menschen in „Kreisen“, die er entweder nach dem Beziehungsstatus oder nach dem Themen- oder Interessensgebiet benennt. Twitter ist ein wenig losgelöster vom vorsortieren. Twitters Finanzen kommen zum Großteil aus gesponserten Tweets. Dafür ist aber genau so eine Analyse des Einzelnutzers fällig wie sie Facebook und Google sie machen. Imposant gezeigt ist dies dann unter den „Während du weg warst“ Tweets, die auf der Homepage angezeigt werden. Immerhin sortiert man hier nicht vor, sondern grenzt den offensichtlich manipulierten Bereich ab.

Da die Beiträge persönlich auf euch abgestimmt sind solltet ihr also nicht einfach so folgen, auch wenn die vielleicht das relevanteste sind was ihr momentan so lesen wolltet.
Denkt weiter, denkt auch mal verkehrt herum, auch wenn das schwer fällt komplett im Gegensatz zu denken. Es gibt immer eine Gegenseite, und ohne Gegengedanken ist keine vernünftige Diskussion möglich.

* Disclamer:

Ich stehe weder hinter Donald Trump noch heiße ich die Aktionen von Hitler gut. Man sollte allerdings jedes Thema von zwei Seiten betrachten. Ohne Hitler wäre z.B. der Politik nicht klar geworden welch wichtige Rolle die Schnellstraßen für die Wirtschaft spielen, auch wenn diese Schnellstraßen unter widrigen Bedingungen gebaut wurden hat Hitler hier erkannt was logistisch wichtig ist und hat auch da angesetzt wo es am sinnvollsten ist. Auch Jahrzehnte danach sind Schnellstraßen und Verkehrswege ein wichtiges politisches Thema.

Donald Trump mag alles andere als perfekt sein und ich bin ehrlich gesagt weiterhin auf der Suche welche positiven Aspekte er für die USA bringen könnte, aber es gibt immer positive Aspekte. Zumindest lernen Amerikaner dann, warum politische Bildung wichtig ist. Das zeigt alleine schon die Brexit-Ähnliche Aufteilung der Wähler.

Google fährt wieder mit StreetView durch Deutschland

Die StreetView-Wägen von Google fahren nächste Woche wieder durch Deutschland. Dank der politischen Situation hierzulande gibt man vorsichtshalber erst einmal nicht an, dass man wegen der Aufnahmen für StreetView fahren möchte – die Kameras sind alleine für die Erkennung von Straßenschildern eingesetzt.

Google Streetview Car

Neben der versehentlichen Aufzeichnung von WLAN-Daten zur Positionsbestimmung von Android-Nutzern könnte Google nun hier genau so unbeabsichtigt das StreetView-Bildmaterial aktualisieren, welches seit den letzten Fahrten ja schon ein wenig in die Jahre gekommen ist.

Bleibt abzuwarten was Google aus der Situation macht, vor allem nachdem mal wieder nachgewiesen wird dass Google für Positionsbestimmung auf abgerufene WLAN-Daten angewiesen ist. Verkehrsschilder in Google Maps sind u.U. ein sinnvolles Feature. Nachdem mal wieder nachgewiesen wurde dass die Autos mal wieder WLAN-Daten sammeln, wird es den nächsten kleinen Rechtsstreit geben der wegen der Marktmacht von Google allerdings höchstwahrscheinlich einfach fallen gelassen wird.

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Interfacelift per Script herunterladen

Interfacelift ist meine Quelle für viele gute Fotos die sich perfekt als Wallpaper eignen. Strukturiert in die einzelnen Auflösungen sind dort Bilder vom alten iPhone bis hin zum Triple-Screen-Setup aus 21:9 Monitoren möglich.
Das Problem allerdings: Der Download der Bilder ist kostenlos, solange man sie sich einzeln herunterlädt, für ein Sammelskript muss man bezahlen. Bei der Menge an Bildern kommt aber ein ganz schöner Betrag zusammen, wenn man alle Geräte ausstatten will.

Interfacelift Downloader

ein kleines Python-Script auf GitHub schafft hier Abhilfe. Nach dem Download per „Clone or download“ und anschließendem Entpacken muss in den Ordner noch Python. Dazu ladet ihr euch am besten das „embeddable zip file“ Paket von Python herunter und entpackt es in den gleichen Ordner.
Per Shift-Taste und gleichzeitigem Rechtsklick auf eine leere Fläche im Ordner könnt ihr eine Eingabeaufforderung öffnen.

Verfügbare Auflösungen:

python interfacelift-downloader.py --list

Downloadprozess für eine spezielle Auflösung starten:

python interfacelift-downloader.py -d ".\*Ordnername* *Auflösung*

Hier muss natürlich der Ordnername angepasst werden. .\ Verweist auf einen Unterordner im Ordner des Scripts. Die Auflösung sollte eine der unter –list aufgelisteten sein, ansonsten gibt es eine Fehlermeldung.

Je nach gewählter Auflösung werden 3-4 Gigabyte an Bildern nach und nach heruntergeladen, das kann je nach  Internetleitung einige Zeit brauchen. Die Bilder erscheinen dann im angegebenen Unterordner. Einige davon können ungültig sein, diese kann man aber problemlos aus dem Ordner wieder löschen.

Nachwort

Seid bitte fair und nutzt den bezahlten Bulk-Download, sofern möglich. Ihr benötigt im seltensten Fall abertausende an Wallpaper, über den Bulk-Download könnt ihr fein bestimmen welche Bilder aus welchem Zeitraum ihr haben möchtet. Mit gerade einmal 0,05 USD pro Bild ist dies auch nicht teurer als eine Dokumenten-Kopie im Copy-Shop. So helft ihr Interfacelift, das kostenlose Angebot nicht wegen solcher Scripts einstellen zu müssen.
Im Gegenzug könnt ihr aber immer das Script direkt auf GitHub weiterentwickeln und an neue Voraussetzungen anpassen. Es kann natürlich immer vorkommen dass ein solches Skript nicht mehr funktioniert, weil es nicht mehr weiterentwickelt wird oder Interfacelift Gegenmaßnahmen einleitet. Zum Zeitpunkt dieses Beitrags funktioniert das Skript aber tadellos.

Google Stations sollen Googles neue Hotspots werden

Das WiFi das in New York gerade ziemlich gefloppt ist wird durch Google weiter getrieben. Nun will man über „Partner“ überall da wo man heutzutage WLAN erwartet dieses auch zur Verfügung stellen. Als Beispiel nennt Google Bahnhöfe, Bushaltestellen, Einkaufszentren und eigentlich alle Orte an denen sich Menschen eben so treffen.

In Indien ist dieses Konzept bereits Realität, dort sind bereits 400 Bahnhöfe mit WiFi versorgt. Hier ist aber das Konzept leicht anders: Viele Menschen in Indien haben kein Zugang zu mobilem Internet. Die Bahnhöfe bieten Ihnen also einen Zugang zur Online-Welt und vor allem einen Zugang zu den Fahrplänen der Bahn, da diese meist sehr unterschiedlich und mit viel Verzögerung ausfallen.

Google Stations

Aus LinkNYC gelernt

Mit den Drittpartnern schafft sich Google allerdings auch ein Problem vom Hals: Sammeln sich an den Stationen wie in New York Partygemeinschaften und dubioses Klientel an, ist nicht mehr Google schuld. Der entsprechende Partner ist dann dafür schuldig nicht für ausreichend Sicherheit zu sorgen. Damit ist Google mit Problemen wie aus dem „Link NYC“ Programm fein raus.
Das Stations Programm spricht allerdings nicht von den Überwachungsfunktionen die Google bereits in LinkNYC eingebaut hat.

Für weitere Informationen hat Google die station.google.com Website angelegt. Auf der kann sich die potenzielle WiFi-Partygemeinschaft über die entsprechenden Orte und Partner informieren.
In Deutschland dürften wir solche Stationen eher spät genießen können, hierzulande spinnt die Politik noch ein wenig rum und schafft es vielleicht früher oder später noch Betreiber offener WLAN-Netzwerke noch härter zu bestrafen als Diebe und Vergewaltiger. (Ironie an) Dank LinkNYC wissen wir ja, dass diese ganz besonders von offenen WLAN-Netzwerken angezogen werden…

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Verbraucherzentralen fechten WhatsApp an

Die Datenweitergabe an Facebook von WhatsApp war seit dem Kauf abzusehen, allerdings strafen viele die Implementierung an. Den Nutzern wird keine Möglichkeit für ein Opt-In gegeben. Stattdessen muss man explizit verweigern und wissen dass in einem Update klammheimlich ein Haken erschienen ist.

pixabay - whatsapp

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen schreitet nun ein und möchte Facebook dazu zwingen zumindest deutschen Nutzern die Möglichkeit zu geben sich explizit für die Datenweitergabe zu entscheiden.
Die Datenweitergabe in der jetzigen Form verstößt meines Erachtens explizit gegen § 28 des BDSG. Speziell in Absatz 1 – Abschnitt 3. wird von allgemein zugänglichen Daten gesprochen zu denen verschlüsselte, private Nachrichten über WhatsApp unter Garantie nicht fallen werden.
Würde WhatsApp diese Daten nicht verschlüsseln sähe dies wieder anders aus, unverschlüsselt sind die Daten für den Eigentümer von WhatsApp „allgemein zugänglich“ und damit ist auch der Abruf und die interne Weitergabe zwischen Tochterfirmen möglich.
Da Facebook die Nachrichten in WhatsApp aus eigenen Worten „zum Schutz der Nutzer“ verschlüsselt, schießt sich Facebook mit einem Datenabruf zumindest nach deutschem Recht selbst ins Bein.

Die geänderten AGBs von WhatsApp lassen allerdings nicht nur die interne Weitergabe zu, auch Werbepartner sollen explizit beteiligt sein um euch, sofern es in euren Chats um das entsprechende Thema geht, zielgerechter mit Werbung zubomben zu können. In einem solchen Fall könnte man garantiert im Bundesdatenschutzgesetz blättern und findet auf jeder Seite ein paar Punkte gegen die Facebook mit den neuen AGB verstößt.

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Künstliche Intelligenz ist doch auch nur ein Programm

Künstliche Intelligenz, neuronales Netz, selbstlernendes System – ohne diese Wörter kommt kein aktuelles Produkt mehr aus. KI ist ein Hype, aber ein etwas verrückter.
Ganz einfach: Künstliche Intelligenz ist nichts anderes als ein Computerprogramm. Sofern ich mich zurückerinnern kann fingen ähnliche Programme in Navigationssystemen an. Die TomTom Geräte mit „selbstlernender Streckenführung“ – fährst du an einer Kreuzung immer in die 30er Zone, weil diese Verkehrsärmer ist als die 50er Straße nebenan, leitet dich das Navi halt irgendwann immer durch die 30er Zone. Auch wenn du in der 50er Zone vielleicht etwas schneller und spritsparender wärst.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Artificial-intelligence-elon-musk-hawking.jpg

Warum also jetzt auf einmal KI?

Genau diese Systeme sind natürlich weiterentwickelt worden. Das Konzept lässt sich nicht nur auf Navigation anwenden, sondern auf fast alles.
Nehmen wir mal ein Ticketsystem eines IT-Dienstleisters. Lässt man eine Software sich durch alle Vorgänge wühlen wird sie ziemlich sicher eine vergangene Lösung finden, die zum aktuellen Vorfall passt und die eventuell schneller funktioniert als die, die der Consultant gerade im Kopf hat.
Google schlägt mit Programmen Weltmeister im Go-Spiel. Andere Software ent-pixelt verpixelte Bilder und die amerikanische Polizei lässt nun „Latino-Vorurteile“ von einem Programm machen, weil das Programm gelernt hat, dass Polizisten in den USA eben so denken.

KI ist also eine einfache Weiterentwicklung von einer speziellen Kategorie von Programmen. So wie jedes Programm über die Jahre hinweg immer besser wird, je mehr sich die Entwickler anstrengen.
Künstliche Intelligenz ist also ein Trendwort – entweder um die Systeme besser im Bewusstsein der Menschen zu verankern, oder weil man einen nächsten Hype wollte.
Dabei hat KI – zumindest auf Endanwenderseite – nur einen großen Nachteil. Es soll den Menschen das Denken abnehmen, da es besser im Denken ist als die Menschen. Das kann von Vorteil sein, da die Menschen dann effektiver arbeiten, aber es hat eben einen entscheidenden Nachteil. Das Nachdenken verschiebt sich auf die Maschinen, einen Anreiz zu Lernen wird es im nun schlechteren menschlichen Kopf nicht mehr geben.

KI richtig nutzen

Das Problem ist die Menschheit, Programme fahren inzwischen Autos. Ein Tesla stur einem vorher fahrenden Auto hinterher, Google autonom ohne Lenkrad.
Die Menschen wollen aufhören zu denken, genau das schadet den Menschen aber mehr. Klar gibt es ohne autonome Autos die sich untereinander absprechen immer wieder Staus, aber ein Fahrer der viel fährt, lernt sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.
Genau das gleiche kann man auch auf fast alle Bereiche in denen KI inzwischen aktiv ist anwenden.
Das Vertrauen in eine KI sollte nie zu groß werden. Sie gibt Menschen Mittel um zu Lernen. Gegenstände um daran sein eigenes Wissen zu verbessern oder zu perfektionieren.
Das alles rein ein Programm machen zu lassen dass sich perfekt durch alte Daten wühlen kann wäre ein fataler Fehler.

Im Blick auf die Unfälle mit Tesla-Wägen im Autopilot-Modus zeigt sich deutlich dass die Menschen beim Auto fahren abschalten wollen. Kein Tesla-Fahrer möchte, dass der Autopilot abgeschaltet wird, das bedeutet im Umkehrschluss aber, dass niemand sich die Mühe machen will in einem Autopilot-Notfall einzugreifen, sondern ad hoc erwartet dass ein Unfall autonom vermieden wird.
Man traut den Systemen also nicht zu perfekt zu werden, sie sollen bereits perfekt sein. Dabei beweist aber jede KI, dass sie nicht unfehlbar ist, sogar Googles AlphaGo musste sich einmal geschlagen geben – alleine weil der Spieler einen fehlerhaften Zug erkannte und darauf akkurat reagierte.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. So kann ein Wagen zwar bereits autonom über den Nürburgring pesen, ohne Überwachung der eigentlichen Systeme und Prozesse werden solche Systeme aber immer wieder Fehler erzeugen – wenn auch immer seltener.